Neue Bahnen, neuer Betriebshof und W-Lan in der Tram

Die ViP braucht in den nächsten Jahren mehr als 150 Mio. Euro um ihre Infrastruktur an den Bedarf der wachsenden Stadt anzupassen, dies machten die beiden Geschäftsführer des Verkehrsbetriebes auf der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in Potsdam deutlich. Außerdem soll ein lang gehegter Wunsch der Fahrgäste realisiert werden: in zwei bis drei Jahren soll freies W-Lan in Potsdamer Bussen und Bahnen Standard sein.

So sehen die Bedarfe der ViP im Einzelnen aus:

Neue Bahnen

Um bis 2024 die letzten Tatra KT4D ablösen zu können (derzeit sind noch 18 Fahrzeuge im Einsatz) und den Fahrzeugbedarf für die Neubaustrecke nach Krampnitz abdecken zu können, sind ca. 20 Neufahrzeuge nötig. Die neuen Bahnen sollen mindestens 40 Meter lang und werden ca. 4 Mio. Euro pro Stück kosten.

Streckenneubau und -sanierung

Im nächsten Frühjahr möchte die ViP nun endlich mit dem Umbau der Schleife am Leipziger Dreieck / Hauptbahnhof beginnen. Sie soll für ca. 10. Mio. Euro aus der Heinrich-Mann-Allee heraus in die Friedrich-Engels-Str. verlegt werden. Diese Projekt sollte eigentlich bereits 2018 starten.

Der Umbau der Heinrich-Mann-Allee verzögert sich hingegen weiter. Eigentlich hatte die ViP mit der 15 Mio. Euro teuren Trassensanierung bereits im Jahr 2015 beginnen wollen. Nun will man spätestens im Oktober die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren einreichen. Der Beschluss könnte dann frühestens 2020 gefasst werden. Die Strecke in der Heinrich-Mann-Allee ist Teil der meist befahrenen Tramtrasse der Stadt zwischen Waldstraße und dem Platz der Einheit und bedarf dringend einer Überholung. Hierbei soll auch der Gleismittenabstand verbreitert werden, was einen Einsatz breiterer Fahrzeuge auf einigen Linien ermöglichen würde.

Und dann ist da noch die Neubautrasse nach Krampnitz. Über den Bau der 7,4 Kilometer langen Neubaustrecke habe es sehr positive Gespräche mit Bund und Land gegeben, so ViP-Geschäftsführer Glaser. Nun stehe als nächster Schritt die sogenannte standardisierte Bewertung des Projektes an. Der Auftrag dafür sei inzwischen ausgeschrieben und Ende des Jahres kann damit begonnen werden. Das aufwendige Verfahren dauere etwa ein dreiviertel Jahr und soll die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus nachweisen. Es ist die Voraussetzung, um Bundesmittel über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zu erhalten. Der Investitionsbedarf für die Krampnitztram wurde bisher auf 50 Millionen Euro geschätzt. Doch angesichts eines nötigen Brückenneubaus könnten die Kosten noch steigen.

Ein neuer Betriebshof

Im Zuge der Norderweiterung wird die ViP zudem einen zweiten Betriebshof im Norden brauchen. ViP-Geschäftsführer Grießner verwies hierbei auf eine mögliche eine Verknüpfung mit ähnlichen Plänen für die Feuerwehr und Stadtentsorgung. Wie viel der neue Betriebshof kosten soll und welche Größe er haben wird, dazu wurden noch keine Angaben gemacht. Auch der mögliche Standort eines solchen Hofes ist noch nicht genannt worden

Quelle: PNN

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