Straßenbahnnetz soll weiter wachsen

SVV diskutiert über Streckenausbau nach Golm und in Babelsberg. 

Geht es nach dem Willen der Landeshauptstadt, so soll die Erweiterung der Straßenbahn nach Krampnitz längst nicht das Ende des Netzausbaus sein. Wie die MAZ am Sonntag auf ihrer Internetseite vermeldete, hat die Stadtverwaltung auch weitere Projekte in ihren Schubladen. Es handelt sich keineswegs um neue Ideen, vielmehr sind es Streckenerweiterungen, die bereits seit Jahren immer wieder diskutiert werden. Konkret werden in einer Übersicht mit Empfehlungen für „mittelfristige“ und „langfristige Maßnahmen“ zur Verbesserung des Nahverkehrs drei umfangreiche Verlängerungen des Straßenbahnnetzes vorgesehen.

Großbeerenstraße

Schon als der Obus noch fuhr, gab es Pläne auch die Babelsberger Großbeerenstraße an das Tramnetz anzuschließen. Die knapp vier Kilometer lange Neubaustrecke würde von der Babelsberger Stammstrecke am Rathaus Babelsberg abzweigen und die Großbeerenstraße bis zum Bahnhof Medienstadt durchfahren. Hier soll sie in einem Tunnel unter der Eisenbahn hindurchgeführt werden. Nach Abbiegen in die Neuendorfer Straße würde die neue Trasse am Johannes-Kepler-Platz auf die Stern-Strecke treffen.

Fahrland

Die Straßenbahnnerweiterung nach Krampnitz und Fahrland gilt bereits als ausgemacht. Zwischen 2026 und 2028 sollen die ersten Bahnen zumindest bis nach Krampnitz-West rollen. Die Fahrländer Regenbogenschule wird wohl in einem zweiten Bauabschnitt ans Netz gebracht. Bis Anfang 2019 will die ViP die Planungen abschließen. Ob auch der Ortsteil Satzkorn mit der Straßenbahn erreicht werden wird, steht hingegen in den Sternen. Oberbürgermeister Jakobs sprach bei der Eröffnung der Trasse zum Jungfernsee von „ganz kühnen Plänen“.

Golm

Wieder auf dem Tisch liegt zudem eine Straßenbahntrasse nach Golm. Diese war bereits Ende 2012/13 heftig diskutiert worden und nicht zuletzt wegen heftigen Widerstands einiger Einwohner Golms zunächst ad acta gelegt worden. Nun ist die Anbindung des Ortsteils, der vor allem wegen seiner wissenschaftlichen Standorte hohe Fahrgastzahlen aufweist, wieder in das Blickfeld der Planungen gerückt. Bis zum Jahre 2030 soll Golm angebunden werden.

Die Stadtverordneten werden sich am 7. März mit den Empfehlungen der Stadtverwaltung befassen.

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2 Kommentare zu „Straßenbahnnetz soll weiter wachsen

  1. Die Erweiterungen sind begrüßenswert!
    Ich jedoch würde noch einen Schritt weiter gehen und bin der Meinung, wenn schon nach Golm, dann sollte man die Verlängerung nach Werder auf alle Fälle Sinn machen.In diesem Umkreis gibt es genug Fahrgastpotenzial.
    Wenn man in der Babelsberger Großbeerenstraße den Tunnel unter der Eisenbahn bauen sollte, hat man doch die Grundlage zur Verlängerung der Straßenbahn nach Teltow schon geschaffen. Da sollte man wirklich die Diskussion, die es schon zu DDR-Zeiten gab, neu aufnehmen und eine vernünftige Lösung erwirken.
    Apropos O-Bus: Nach Einstellung des O-Busbetriebes versprach man seitens der Stadt vollmundig, daß dieser wieder im modernen Format zurückkehre. Gibt es denn, zumindest ansatzweise, neue Planungen?

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    1. Leider auch wieder in den Schubladen verschwunden ist ein Konzept, das die Verbindung von Tram- und Bahnnetz herstellte – so könnte die Tram die Werderaner Eisenbahnbrücke zur Havelquerung mitbenutzen. Dass die DB von solchen Ideen nicht begeistert ist, zeigt auch deren Festhalten an der Stammbahntrasse, für die es ja reichlich andere Nutzungskonzepte gibt, nur nicht von der Bahn selbst.

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